Noch vor 10 Jahren war unser Nachbarberg (der 500m hohe Hetzles) dicht bewaldet.
Erste braune Baumspitzen wurden ignoriert und als der Borkenkäfer unübersehbar eingefallen war, kam auch schon jede Rettung zu spät.
Jahr für Jahr schwindet nun der Baumbestand - die Löcher werden zu Flächen - die Flächen verbinden sich.. und in weiteren 10 Jahren wird der Wald sich komplett gewandelt haben.
Bildtechnisch möchte ich an diesen beiden Panoramen den Unterschied von einer einfachen Belichtung zu einer Hochdynamikbelichtung (HDR) zeigen.
Die Bildmotive wurden extra so gewählt, dass der Unterschied im Belichtungsumfang und nicht der des Kontrastanstiegs (auch Tonemapping TM genannt) deutlich wird.
Um die dunklen Bereiche nicht schwarz werden zu lassen musste beim zweiten Panorama (Freifläche) eine relativ lange Belichtung von 1/40s gewählt werden. Dies resultiert in einem überbelichteten hellen Teil, dem Himmel. Ursprünglich blau, wird er durch die falsche Belichtung zu weiß und der schöne Tag zum Nebelwetter.
Ganz anders beim zweiten Panorama im Hohlweg. Extreme Belichtungsunterschiede zwischen den nahen Wänden (und dem Baumstamm) hätten in einer deutlichen Fehlbelichtung mindestens eines Bildteils resultiert (z.B. Wand und Baum korrekt, aber Himmel und Schnee total überbelichtet).
Drei Belichtungsreihen (drei Fotos mit unterschiedlicher Belichtung) verdoppeln den Dynamikumfang (den Bereich, den eine Kamera vom dunkelsten bis zum hellsten Teil des Bildes ohne Verlust wiedergeben kann) und ermöglichen eine verlustfreie Bildpräsentation.
